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  • Lisa Holtzheimer

Artgerechte Tiernahrung


Die einfachste Art der Ernährung ist jene, die die Natur für den Körper vorgesehen hat. Die Entwicklung von Hunden und Katzen reicht über viele hundert Jahre zurück und auch jetzt noch sind die Eigenschaften ihrer Vorfahren bestimmend für ihre Lebensweise.


Grundsätzlich unterscheidet man drei Arten von Ernährungstypen:

  • die Fleischfresser (Karnivoren)

  • die Pflanzenfresser (Herbivoren)

  • die Allesfresser (Omnivoren).

Unter Fleischfressern versteht man Lebewesen, die sich hauptsächlich von Fleisch ernähren.

Dies bedeutet aber nicht, dass diese Tiere nicht auch Pflanzen fressen oder sich ausschließlich von Fleisch ernähren. Entscheidend ist nur, dass sie sich hauptsächlich, also überwiegend, von Fleisch ernähren.

Während der Mensch in die Gruppe der Omnivoren fällt, sind Hunde und Katzen Karnivoren, also Fleischfresser. Ihre Urahnen (Wolf, Wildkatze) haben sich schon immer von Fleisch ernährt und auch heute noch ist der gesamte Körper und Organismus dieser Tiere auf eine Fleischnahrung ausgerichtet.

Diese Veranlagung kann man an verschiedensten Merkmalen erkennen – die sichtbarsten sind das Gebiss und der Darm.


Das Raubtiergebiss



Das Gebiss eines Fleischfressers muss es dem Tier ermöglichen, eine Beute zu erlegen und das Fleisch herauszulösen. Das Raubtiergebiss von Hunden und Katzen ermöglicht dies. Mit den Fang- und Reißzähnen können Tiere erlegt und gefressen werden.


Dem Gebiss von Hunden und Katzen fehlen Mahlzähne, sie können daher nicht – wie das Pferd oder die Kuh – die pflanzliche Nahrung durch Kauen und Zermahlen aufbereiten. Mit ihrem typischen Fleischfressergebiss kann die Nahrung nur grob zerkleinert und hinuntergeschlungen werden.



Darmlänge – optimal für Fleischfresser

Ein weiteres Merkmal des Fleischfressers ist sein kurzer Darm. Im Verhältnis zur Körpergröße haben Pflanzenfresser einen deutlich längeren Darm.

Die Gegenüberstellung der jeweiligen Darmlängen vermittelt einen sehr guten Eindruck:

Verhältnis Körper-/Darmlänge:

  • Katze 1 : 3

  • Hund 1 : 5

  • Mensch 1 : 6

  • Schaf 1 : 24

Weitere – für Fleischfresser typische – Merkmale sind die Zusammensetzung der Verdauungsenzyme, der Säuregrad im Magen und die Größe des Magens.

Der Mensch fällt, wie bereits gesagt, in die Kategorie „Allesfresser“, nimmt also eine Mittelstellung zwischen Pflanzen- und Fleischfressern ein. So hat der Mensch eher den Darm eines Allesfressers und das Gebiss eines Pflanzenfressers.

Nicht nur Fleisch

Die Bezeichnung „Fleischfresser“ ist ein wenig irreführend, denn der Karnivore frisst nicht Fleisch, sondern Beutetiere. Die Beute wird fast vollständig gefressen und jeder Teil liefert wichtige Nährstoffe. So erhält das Tier z. B. Kalzium aus den Knochen, Natrium aus dem Blut, fettlösliche Vitamine und Spurenelemente aus den Organen und essenzielle (= lebenswichtige) Fettsäuren aus dem Körperfett.

Und auch die unverdaulichen Bestandteile der Beute erfüllen ihren Zweck. Sie sind für die Funktion des Verdauungssystems wichtig und regen die Darmtätigkeit an. Werden Hunde und Katzen ausschließlich mit Muskelfleisch gefüttert, führt dies nachweislich zu gravierenden Mangelerscheinungen.

Verwechslungsgefahr

Fleischfresser (Karnivoren) dürfen nicht mit der Ordnung der Raubtiere (Carnivora) verwechselt werden. Beide Gruppen sind nicht immer deckungsgleich.

So gibt es beispielsweise Raubtiere wie die Bären, die sich überwiegend von Pflanzen ernähren, aber Allesfresser sind.

... Fortsetzung folgt


Quelle: Ernährungsfibel für Hunde und Katzen – gesund füttern leicht gemacht!

Aus der Reihe: „Glücklich mit Tieren leben“ von Provital - Kapitel 2


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