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  • Lisa Holtzheimer

Bestandteile der Tiernahrung

Aktualisiert: Jan 9


Sie kennen sicherlich den Kinderreim „Backe, backe Kuchen. Wer will guten Kuchen backen, der muss haben sieben Sachen.“

Bei einer guter Tiernahrung verhält es sich ähnlich, wenn auch die Zutaten völlig andere sind.

Während ein Kuchen aus viel Mehr und Zucker besteht, hat eine Tiernahrung für Hunde und Katzen als allerwichtigsten Bestandteil Fleisch. Nur in kleinen Mengen sind weitere Bestandteile notwendig. Bewährt haben sich hier verschiedene Gemüsearten und (beim Hund) bestimmte Getreidesorten.

In Summe soll die tägliche Mahlzeit alle Nährstoffe liefern, die unsere Lieblinge für ein gesundes, vitales Leben benötigen.

Konkret braucht eine Hunde- und Katzennahrung folgende Bestandteile:

Eiweiße

Eiweiße – auch Proteine genannt – bestehen aus Aminosäuren und dienen dem Körper in erster Linie zum Aufbau, dem Erhalt und der Erneuerung von Körpersubstanz. Kräftige Muskeln können beispielsweise nur mit einem ausreichenden Vorrat an Proteinen wachsen. Manche Aminosäuren kann der Körper eines Tieres selbst herstellen, andere müssen in der Nahrung enthalten sein. Jene Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, müssen durch die Nahrung zugeführt werden. Man nennt sie „essenziell“ (lebensnotwendig), weil ihr Fehlen in der Natur schnell lebensbedrohlich wäre. Sowohl der Hund als auch die Katze benötigen 10 essenzielle Aminosäuren, allerdings nicht die gleichen. Taurin ist eine Aminosäure, die von der Katze nur in sehr geringem Umfang selbst hergestellt werden kann. Die Katze ist daher darauf angewiesen, mit ihrer Nahrung Taurin zu erhalten. Hunde können in der Regel das Taurin selbst ausreichend herstellen.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen pflanzlichen und tierischen Proteinen. Tierische Proteine können von Hunden und Katzen besser verwertet werden und sind daher in der Nahrung hochwertiger. Sie bestehen genau aus jenen Aminosäuren, die der Körper für seine Prozesse benötigt. Bei pflanzlichen Proteinen ist die Ausbeute geringer und manche Aminosäuren fehlen überhaupt vollständig.


Fette

Für den Körper sind Fette der beste Energieträger. Fette sind mehr als doppelt so energiereich wie Kohlehydrate. Je nach Herkunft kann zwischen tierischem Fett (z. B. Lachsöl) und pflanzlichem Fett (z. B. Olivenöl, Rapsöl) unterschieden werden. Ein „fettes“ Fleisch enthält automatisch auch (tierisches) Fett.

Fette erhöhen das Fressvergnügen des Tieres und sind besser verdaulich als Kohlehydrate. Ein hoher Kohlehydratanteil in der Nahrung dagegen reduziert das Fressvergnügen und erschwert die Verdauung.

Sämtliche überschüssige Energie wir in Fettdepots gespeichert. Diese dienen primär als Energiespeicher, haben aber auch Wirkung für den Kälte- und Verletzungsschutz.


Kohlehydrate

Kohlehydrate sind Zuckerformen und Stärken, meist von pflanzlicher Herkunft. Der Bedarf an Kohlehydraten ist bei Hunden und Katzen gering. Der Einfachzucker „Glukose“ ist ein wichtiger und schnell verfügbarer Energielieferant für die Zellen.

Insbesondere das Gehirn deckt seinen Energiebedarf fast ausschließlich mit Glukose. Wenn zu viele Kohlehydrate gefüttert werden, werden sie als Energiereserve in Fett umgewandelt und als solches gespeichert.

Die Anifit-Tiernahrung enthält nur einen geringen Anteil an Kohlehydraten, der an den Bedarf des Tieres angepasst ist.


Vitamine

Vitamine sind organische Substanzen, die zwar nur in kleinen Mengen benötigt werden, dafür aber lebensnotwendig sind. Es gibt fettlösliche Vitamine (A, D, E und K) und wasserlösliche Vitamine (z. B. B-Komplex und C).

Ein Überschuss an wasserlöslichen Vitaminen kann vom Körper problemlos ausgeschieden werden. Ein Zuviel an fettlöslichen Vitaminen wird vom Körper dagegen im Bindegewebe und in den Organen gespeichert und kann dort zu Schäden führen. Dies ist der Grund, warum die Zugabe der Vitamine A und D auf dem Etikett angegeben werden muss.

Fleisch ist ein vitaminreiches Lebensmittel. Die B-Vitamine B1, B2, B12 und Niacin nehmen dabei eine herausragende Stellung ein. Vitamin B12 ist zudem nur in tierischen Erzeugnissen enthalten.

Aber Fleisch ist nicht nur reich an Vitaminen, sondern auch eine Quelle für gute Mineralstoffe. Es liefert u. a. Eisen, Zink und Selen und das in hoher Bioverfügbarkeit. Denn Eisen und Zink werden in Kombination mit Fleisch besser verwertet als in Kombination mit pflanzlichen Stoffen.

Mineralstoffe

Bei den Mineralstoffen unterscheidet man die Mengenelemente und die Spurenelemente. Mengenelemente werden so genannt, weil diese Mineralien in größeren Mengen im Körper vorkommen. Beispiel sind Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium, Phosphor und Chlor.

Spurenelemente wiederum sind Mineralien, die nur in ganz kleinen Mengen (Spuren) im Organismus vorkommen, aber auch in diesen geringen Mengen hochwirksam sind. Beispiele hierfür sind Eisen, Mangan, Zink, Kupfer, Fluor, Jod und Selen.

Der Körper von Hunden und Katzen benötigt alle diese Mineralien, sie müssen daher auch in der Nahrung enthalten sein. Ein wichtiger Punkt ist das Verhältnis zwischen Kalzium (Ca) und Phosphor (P). In Abhängigkeit vom Alter der Tiere ist ein Ca-P-Verhältnis von 1,1:1 bis 2:1 im Futter einzuhalten.

Mäßige Abweichungen von dieser Relation werden ohne Nachteile tolerier, wenn die Mindestmenge dieser Mineralien im Futter enthalten ist. Wichtig ist somit, dass die Nahrung auf alle Fälle mehr Kalzium als Phosphor enthält.

In der Anifit-Tiernahrung werden daher sehr gerne Karkassen als Bestandteil der Rezeptur verwendet. Karkassen sind das Knochengerüst samt anhaftendem Fleisch. Sie werden in kleine Stücke zermahlen. Aus den Knochen erhalten die Tiere natürliches Kalzium. Aus dem gleichen Grund wird beim Barfen empfohlen, auch gelegentlich Knochen zu füttern.

Dies ist (in vorsichtiger Dosierung) durchaus gut, doch muss man sich der Gefahr bewusst sein, dass beim Zerbeißen der Knochen auch die Zähne verletzt werden können, was in der Natur immer wieder vorkommt und das Tier dann in seiner Nahrungsaufnahme beeinträchtigt.

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung, wie z. B. die Zellulose, die hauptsächlich in den Zellwänden der Pflanzen vorkommt und vom Verdauungstrakt nicht chemisch abgebaut werden kann.

Man könnte also glauben, dass Ballasstoffe eigentlich wertlos sind, aber sie erfüllen einen sehr wichtigen Zweck: Sie regen die Darmperistaltik an und führen so zu einer besseren und schnelleren Darmpassage. Jede Tiernahrung sollte daher auch einen ausreichenden Anteil an Ballaststoffen enthalten.


Wasser

Wasser ist der für das Überleben wichtigste Stoff. Das Körpergewicht von Hunden und Katzen besteht – so wie auch beim Menschen und den meisten Tieren – zu rund 70 % aus Feuchtigkeit.

Der Körper kann nur gut „funktionieren“, sprich seine Regulationsprozesse abwickeln, wenn er ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Überlegen Sie einmal, wie viele Körperflüssigkeiten ein Lebewesen hat. An erster Stelle fällt einem sofort das Blut ein, aber auch Urin, Magensäure, Speichel, Tränenflüssigkeit


und viele weitere Körperflüssigkeiten sind allesamt in Wasser gelöste Substanzen.

Für den Körper hat es daher oberste Priorität, eine Dehydrierung zu vermeiden. Katzen haben dafür sogar eine eigene Körperfunktion. Sie können den Harn verdichten, sprich, dem Harn die Flüssigkeit entziehen und ihn verdicken. So können Katzen (denken Sie an die Großkatze Löwe in der Wüste) ihren Flüssigkeitshaushalt im Notfall aufrechterhalten.

Aufgenommen wird Wasser einerseits über die Nahrung (weil auch Lebensmittel eine durchschnittliche Feuchtigkeit von 70 – 85 % haben) und ergänzend über getrunkenes Wasser.

Der Körper verliert ständig Wasser (Schwitzen, Atmung, Urin, Kot) und muss diesen Verlust laufend ausgleichen. Ein Verlust von 10 % Wasser ist bereits lebensbedrohlich.

Wenn der Körper nicht ausreichend „durchspült“ ist, belastet dies die Niere und führt über die Zeit zu Nierenerkrankungen.

Die Fütterung der Anifit-Nassnahrung entlastet die Niere wesentlich und versorgt das Tier automatisch mit Feuchtigkeit.


Chemische Zusätze

Neben den gesunden Rohstoffen wie Fleisch, Gemüse oder Reis erlaubt das Futt


ermittelrecht auch eine Vielzahl von Zusatzstoffen, die in der Produktion von Futter eingesetzt werden können.

Die Bandbreite reicht von Konservierungsstoffen über Aromen und Farbstoffen bis hin zu Geschmacksverstärkern. Die Liste ist unglaublich lang, vor allem, weil alle für den Menschen zugelassenen Zusatzstoffe auch in der Heimtiernahrung verwendet werden dürfen.


Manche Zusatzstoffe stehen im Zusammenhang mit der Ernährung des Tieres (z. B. Vitamine), andere mit der Haltbarkeit (Konservierungsmittel) und wiederum andere sollen dafür sorgen, dass das Futter besser aussieht und sich besser verkaufen lässt (Farbstoffe, Aromen, Geschmacksverstärker).

Jeder Zusatzstoff muss vom Körper verarbeitet werden und entfaltet im Körper seine Nebenwirkungen. Konservierungsstoffe töten z. B. Bakterien und haben damit einen negativen Effekt auf die Darmflora. Farbstoffe haben für das Tier überhaupt keine Bedeutung und müssen von den Organen wieder entsorgt werden.

Bei der Fütterung der Tiere muss einem bewusst sein, dass hier weniger definitiv mehr bedeutet. Der Körper des Tieres sollte nur Bestandteile erhalten, die für dessen Ernährung und seine Gesundheit wichtig sind. Alle anderen Zusatzstoffe sind entbehrlich.

Anifit hat deshalb in seiner Nahrung keine Farbstoffe, keine Konservierungsstoffe, keine Aromen und auch keine Geschmacksverstärker.

Muskelfleisch und Innereien

Hunde lieben Fleisch und besonders den Geschmack einiger Innereien – und das aus guten Grund.


Diese enthalten nämlich wertvolle Nährstoffe, die im Muskelfleisch nicht vorhanden sind. Die begehrtesten Leckerbissen sind Pansen, Herz, Leber, Lunge und Strossen. All diese Produkte werden auch vom Menschen gegessen und waren früher gängige Nahrungsmittel.


Die verschiedenen Organe stellen somit eine sehr wertvolle, natürliche Nährstoffquelle dar. Weil sei tierischen Ursprungs sind, können sie vom Verdauungstrakt rasch und einfach verarbeitet werden.


Mit Pansen wird der Vormagen von Rindern bezeichnet, in der Küche kennt man ihn als „Kutteln“. In letzter Zeit werden Kutteln nicht mehr so häufig verarbeitet, da sie einen sehr intensiven Geruch verbreiten. Mägen besitzen übrigens einen hohen Anteil an Muskelfleisch und werden eigentlich nicht zu den Innereien gezählt.


Pansen hat einen höheren Fettgehalt als andere Fleischsorten und ist wegen der pflanzlichen Rückstände und aufgrund seines hohen Vitamingehalts besonders wertvoll für die Tiere. Auch seine Verdaulichkeit ist sehr hoch: 90 – 95 % können von den Hunden verwertet werden. Deswegen wird der Rinderpansen auch in getrockneter Form sehr gerne als Leckerli gefressen.


Im Gegensatz zum Pansen haben Herzen einen hohen Proteingehalt und sind für den Zellaufbau und die Zellerneuerung im Körper äußerst wertvoll. Des Weiteren enthalten sie Taurin, eine Aminosäure.


Die Leber weist ein hohes Vorkommen an Vitaminen auf. Konkret finden sich dort vor allem viel Vitamine A, B1, B2, C und D. Auch enthält sie Nikotinsäure (früher als Vitamin B3 bekannt) und viele Spurenelemente.


Gerade aufgrund ihrer vielen Vitamine muss man bei der Fütterung von Leber vorsichtig sein, um eine Übervitaminisierung zu vermeiden.


Lunge hat einen geringen Fettanteil, enthält aber in hohem Maße wertvolle Proteine und Eisen. Aufgrund dieser Struktur regt sie die Verdauung an.


Nicht so bekannt ist die Strosse, die jedoch ein interessanter Leckerbissen für Hunde ist. Mit Strosse bezeichnet man die Luftröhre des Rindes. Sie besteht fast ausschließlich aus Knorpeln und ist damit ein idealer Kalziumlieferant.


Auch das kollagene Eiweiß findet man in der Luftröhre, das für Haut, Haare und den Knochaufau der Hunde bedeutsam ist.


Im Ergebnis wird durch eine geschickte Auswahl der Organe in der Tiernahrung eine Nahrung zubereitet, die von der Zusammensetzung her jeder der früher gejagten Beute entspricht.

... Fortsetzung folgt

Quelle: Ernährungsfibel für Hunde und Katzen – gesund füttern leicht gemacht!

Aus der Reihe: „Glücklich mit Tieren leben“ von Provital - Kapitel 3

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